Beraterin

Katrin Scheurich

Artgerechte Hunde- & Katzennahrung

natürlich & vollwertig
frei von chemischen Zusatzstoffen
direkt vom Hersteller

Ernährung der Katze

In der Natur stehen Mäuse ganz weit oben auf dem Katzen-Speiseplan...

Was heißt artgerechte Katzenernährung?
Die richtige Ernährung ist natürlich besonders wichtig für das Wohlbefinden der Katze. Ein Tiger, der in der Wohnung bzw. im Haus gehalten wird, ist hierbei vollkommen auf den Menschen angewiesen.
Artgerechtes Futter ist die Voraussetzung für ein kräftiges Wachstum und eine gesunde Entwicklung. Eine richtig gefütterte, gesunde Katze ist an ihrer Umgebung interessiert, hat klare Augen und ein dichtes, glänzendes Fell.

Gern verwöhnen wir unseren Stubentiger, doch müssen wir darauf achten, dass auch die verwöhnte Katze das alles gefüttert bekommt, was ihr Organismus braucht. Das Futter stellt die Energiequellen bereit, welche der Körper braucht, damit u.a. :
die Körpertemperatur konstant 38,5 C° beträgt die Muskulatur bewegungsfähig bleibt
eine optimale Funktionsfähigkeit des Nervensytems gewährleistet ist, bei jungen Tieren ausreichend für das Wachstum gesorgt wird

Alle Nährstoffe müssen im Futter nicht nur enthalten sein - sie müssen dem Tier auch in der richtigen Dosierung und Kombination zur Verfügung stehen. Sie muss eine ausgewogene und artgerechte Nahrung bekommen.

Auch eine kleine Menge pflanzliche Bestandteile benötigen die Katzen in ihrem Futter. Jedoch können sie keinesfalls rein vegetarisch ernährt werden. Sie sind auf die Zufuhr von tierischem Eiweiß angewiesen, da nur darin das benötigte Taurin enthalten ist.
Ausschließliche Fleischfütterung führt allerdings u.a. zur Mangelerscheinung von Calcium, was z.B. Knochenbrüche oder eine Wirbelsäulenverkrümmung hervorrufen kann.

Das richtige Futter?
Es gibt zwei Arten von Fertignahrung für Katzen: Trockenfutter und Nassfutter.
Dem Trockenfutter wurde das Wasser bis auf 10% entzogen, so dass die Katze natürlich einen erhöhten Bedarf an frischem Trinkwasser hat (9 Teile Wasser auf 1 Teil Trockenfutter).
Leider hat sie im Laufe der Evolution nicht gelernt, diese großen Mengen Wasser (und mind. 500 ml zzgl. Wasserbedarf durch Wärme bzw. Schwitzen) zu trinken, sondern sie muß immer noch überwiegend durch ihre Nahrung die benötigte Feuchtigkeit aufnehmen (artgerechte Tiernahrung enthält ca. 80% Feuchtigkeit, nicht zu verwechseln mit Wasser!). Deshalb sollte die Katze nicht mit Trockenfutter ernährt werden.

Bei dem Naßfutter gibt es große Unterschiede. Sie unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern auch besonders in den Inhaltsstoffen. Auf den ersten Blick kann uns diese große Vielfalt wirklich verwirren. Dennoch sind die Inhaltsstoffe der ausschlaggebende Punkt! Vergleichen Sie doch mal beim nächsten Einkauf von Katzenfutter die Inhaltsangaben und achten Sie besonders auf den angegebenen Fleischanteil!

Bitte vermeiden Sie es Futter zu kaufen, welches nur ca. 4% Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse hat. Davon müsste eine Katze laut Fütterungsanweisung ca. 400-500g fressen, um die benötigten Nährstoffe zu bekommen, wird allerdings dann auch leicht dick. Durch große Werbekampagnen erwecken gerade die bekannten Marken den Anschein, dass es sich um feinste Qualität handelt. Vertrauen Sie nur den Inhaltsangaben auf der Verpackung und lassen Sie sich nicht durch Marketing täuschen! Größtenteils kann die Katze diese Nahrung nicht verwerten und scheidet sie nahezu unverdaut aus.

Qualitativ hochwertiges Futter besitzt dagegen einen Fleischanteil von mind. 65%, die Fütterungsempfehlung sagt, dass eine Katze davon nur 200g täglich benötigt. Außerdem enthält es auch keinen Zucker oder Karamell (diese schaden auf Dauer nicht nur den Zähnen, sondern auch Herz, Leber, Nieren usw.)! Die Annahme, hochwertiges Futter zu geben, sei teurer, ist ein Irrtum, der weit verbreitet ist. Wenn Sie hochwertiges Futter füttern, stellen Sie auch fest, dass der Tiger erheblich weniger Futter braucht, da er die artgerechte Tiernahrung ausgiebig verwerten kann. Das Tier dankt es Ihnen mit Gesundheit, Wachstum und gestärkten Abwehrkräften. Da die Futtermittelverordnung sehr streng ist, müssen die Hersteller auf der Verpackung auch die Analysenwerte angeben, die regelmäßigen Kontrollen der Behörden unterliegen.

Die Katzennahrung setzt sich aus verschiedenen Nährstoffen zusammen:

Feuchtigkeit / Wasser ist lebenswichtig und muss dem Tier immer zur Verfügung stehen
Kohlenhydrate liefern Energie für alle Stoffwechselvorgänge
Proteine (Eiweiße) sind Bausteine der Körperzellen, werden für den Energieverbrauch benötigt sind verantwortlich für Wachstum und Neubildung von KörpergewebeKatzen benötigen auch unverzichtbar tierische Eiweiß (denn nur dieses enthält den lebenswichtigen Bestandteil Taurin)
Taurin
- erforderlich für Sehkraft
- wichtig für Gehirnentwicklung
- benötigt für das Herz
Fette & Fettsäuren
- sind Energielieferanten
- werden zur Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen gebraucht
- für die Gesundheit von Haut und Haaren
Katze bedarf genau wie der Mensch auch an Linolsäure (zB. in Maiskeimöl, Distelöl)
benötigt aber im Gegensatz zu uns auch Arachidonsäure (um daraus auch Botenstoffe, wie Hormone zu bilden (z. B. im Fleisch, Fisch)

Vitamine
Vitamine fördern die Vitalität der Katzen und stärken ihre Widerstandskraft.
Vit. A:
- wichtig für Haut und Knochen,
- spielt auch eine Rolle bei der Bildung des Fells,
- verbessert die Abwehrkräfte und erhöht die Vitalität der Katzen, besonders für säugende Tiere notwendig,
- ist auch für Augen und Schleimhäute wichtig
(Katzen können dies im Gegensatz zum Menschen nicht aus dem Beta-Carotin von Pflanzen umwandeln - daher muss dies tierischen Ursprungs gegeben werden)
- Wachstums- und Fruchtbarkeitsstörungen

Vit. B-Komplex:
- stärkt das Immunsystem und steigert die allgemeine Lebenskraft
- für Wachstum, Entwicklung und Stoffwechse,
- wichtig für Nervensystem, Haut und Haar, Blutbildung
- sorgt für gesunden Appetit
- ein Mangel führt zu erhöhter Krankheitsanfälligkeit,
- Wachstumsstörungen,
- Haarausfall,
- Gewichtsverlust,
- Hautkrankheiten

Vit. C:
- erhöht Gesundheit und Felldichte,
- stärkt körpereigene Abwehrkräfte,
- für Zähne, Zahnfleisch und Knochen,
- wird beim Aufbau von Bindegewebe gebraucht (Körper der Katze kann es nicht
selbst bilden)
- ein Mangel äußert sich in Entwicklungsstörungen,
- erhöhte Infektionsanfälligkeit,
- stumpfes Fell,
- Wundheilungsstörungen

Vit. D:
- für Aufbau und Erhalt der Knochen und Zähne
- ein Mangel bewirkt die Knochenweiche,
- kann auch zur Rachitis führen

Vit. E:
- für Herzkräftigung und Gesunderhaltung der Körperzellen,
- für Muskulatur und Nerven,
- erforderlich für Haut und Fruchtbarkeit,
- stärkt das Immunsystem
- ein Mangel verursacht u.a. Fruchtbarkeitsstörungen
- Hautprobleme

Vit. K:
- notwendig für die Blutgerinnung
- Mineralien (u.a. Calcium, Natrium, Phosphor) und Spurenelemente sind Bauelemente des Körpers
- für den Stoffwechsel und auch für die Blutbildung sind sie unersetzlich

Calcium, Phosphor
- für Knochenbau
- für gesunde Zähne und Fell
- ein Mangel hat für junge Katzen einen fehlerhaften Skelettbau und Neigung zu Knochenbrüchen zur Folge
- erwachsene Katzen (nicht trächtig) überstehen Calciummangel besser, bauen aber - zum Ausgleich in den Knochen enthaltenes Calcium ab, was zu Knochenerweichungen führt

Kalium, Magnesium
- sorgen für Funktionsfähigkeit von Nerven und Muskeln

Eisen
- wird für Blutbildung benötigt

Zink
- auch notwenig für den Energiestoffwechsel
- unterstützt Wachstum und Entwicklung

Kupfer, Mangan, Jod
Diese Inhaltsstoffe sollten direkt in der Tiernahrung enthalten sein und nicht zugesetzt werden, außer evtl. dem Taurin, das natürlichen Ursprungs sein sollte.

Trinken
Frisches Wasser muss der Katze immer zur Verfügung stehen.
Kuhmilch soll den Katzen nicht angeboten werden, da sie Lactose (Milchzucker) enthält, welche die meisten Katzen nicht vertragen, da diese nur unvollständig von den Katzen gespalten werden kann. Dabei kann es durchaus zu schweren Durchfällen kommen.
Im Handel ist laktosereduzierte Katzen-Milch erhältlich.

Wichtige Tipps für das richtige Füttern:
Der Fressplatz einer Katze muss sich an einer ruhigen Stelle befinden, so dass sie beim Fressen nicht gestört wird. In der Natur bringen die Katzen (Raubtiere) ihre Beute in Sicherheit und fressen sie unbeobachtet.
Die Futternäpfe bitte auch nicht in der Nähe der Toilette aufstellen.
Katzen mögen das nicht. Sie sind sehr reinliche Tiere und fühlen sich durch die Gerüche bei der Futteraufnahme beeinträchtigt.
Trockenfutter sollte dem Tier gar nicht zur Verfügung stehen, da Katzen nicht genügend trinken können.
Ein Futterwechsel bedeutet Stress für den Körper der Katze. Daher muss ein Futterwechsel behutsam vorgenommen werden. Hierbei wird das Futter langsam gewechselt, in dem die Futtersorten miteinander gemischt werden und der Anteil der alten Futtersorte allmählich geringer wird.
Reste vom Nassfutter müssen nach kurzer Zeit entsorgt werden, da es schnell verdirbt. - Artgerechte Nahrung trocknet nur ein, wird nicht so schnell schlecht!
Dem Betteln des Tigers, insbesondere am Tisch, nicht nachgeben. Immer schön konsequent bleiben ;-))

Vorsicht bei Grünpflanzen in der Wohnung (Giftpflanzen)!
Katzen benötigen u.U. Katzengras, um Haarballen auszuwürgen, die sie beim Putzen zwangsläufig in ihrem Magen ansammeln, besonders bei Tieren, die nicht artgerecht ernährt werden und daher vermehrt haaren. Neben dem Katzengras gibt es noch eine weitere Möglichkeit, mit der den Katzen der Abgang verschluckter Haarballen erleichtert wird. Im Handel gibt es dafür Maltpaste zu kaufen, besser ist noch ein kleines Stückchen Butter.
Natürlich muss immer frisches Wasser zur Verfügung stehen. Der Wassernapf sollte mindestens zwei Meter Abstand zum Futternapf haben. (Das Wasser bitte nicht direkt neben die Futternäpfe stellen.)

Besondere Anforderungen an das Futter:
Jede Alterstufe/ Lebensphase bringt Veränderungen im Organismus mit sich. Die Zusammensetzung des Futters muss deshalb auf eine Veränderung abgestimmt sein.
Grundsätzlich ist ein hochwertiges Nahrung gerade für Katzenkinder notwendig, da die Kitten gerade im Knochen- und Organwachstum einen erhöhten Bedarf an Vitaminen und Nährstoffen haben. In der Wachstumsphase haben die Kätzchen einen höheren Appetit, gerade weil sie einen hohen Nährstoffbedarf haben. Jungtiere, die z. B. zu wenig Calcium zu sich nehmen, entwickeln Störungen im Skelett.

Eine trächtige oder säugende Katze braucht besonders hochwertiges und eiweißreiches Futter.

Ältere Katzen haben auch ihre besondere Futterbedürfnisse. Die Nährstoffe werden von ihnen anders verwertet als von jungen Kätzchen. Der Stoffwechsel stellt sich um und die Organfunktionen verändern sich. Durch die Umstellungen benötigen sie u. a. besonders viel Vitamin B-Komplex.

Es gibt zudem eine ganze Reihe an Diätfuttermitteln für Katzen mit Nierenerkrankungen, Allergien, Erkrankungen des Verdauungstraktes usw. Häufig reicht es, artgerecht zu füttern und bei Bedarf Medikamente (vom Heilpraktiker oder Tierarzt) dazu zu geben.

Fehlernährung
Eine Fehlernährung schwächt den Organismus. Sie führt zu Mangelerscheinungen und die Katze wird Krankheiten gegenüber anfälliger. Doch nicht nur ein Mangel an Nährstoffen ist schädlich, sondern auch ein Überangebot kann gesundheitsgefährdend sein (z.B. Fettleibigkeit, Kreislaufprobleme, Stoffwechselkrankheiten, Krankheiten der Gelenke).

Typische Fehler in der Katzenernährung?

Falsches Futter für Katzen sind z.B. : Milch, gewürzte Speisen, Süßigkeiten, Hundefutter.
Eine Katze, die ausschließlich Hundefutter fressen würde, bekommt schwere Mangelerscheinungen. Ihr fehlt hier z.B. die essentielle Aminosäure Taurin.
Ebenfalls dürfen auf dem Speiseplan des Tigers keine Süßigkeiten, geräucherte und gewürzte Mahlzeiten stehen. Unsere Nahrung und auch Süßigkeiten sind für Katzen nicht geeignet, da sie in der Regel zu fettreich und zu eiweißarm sind. Eine artgerechte Fütterung ist für die Katze unerlässlich.


Eine Katze, die von Tischresten ernährt wird, bekommt ebenfalls schwerwiegende Mangelerscheinungen (siehe Vitamine, Proteine, Mineralien).
Junge Katzen leiden bei minderwertigem Futter mit geringwertigem Eiweiß unter Wachstumsstörungen.


Bei der Fütterung von rohem Fleisch sollte beachtet werden, dass es zu Infektionen mit Parasiten (z.B. Bandwurm), Bakterien (z.B. Salmonellen) und Viren kommen kann! Achten Sie darauf, dass das Fleisch absolut frisch ist. Auf gar keinen Fall darf Schweinefleisch gefüttert werden. Hier tritt ein Virus auf, der für die Katze zu einer Krankheit (Aujeszkysche Krankheit/Pseudotollwut) mit tödlichen Folgen führt.


Geben Sie der Katze keine Knochen! Diese splittern und führen zu Verletzungen und Verstopfungen.
Grundsätzlich darf nichts aus dem Kühlschrank gefüttert werden, sonst führt es zu Magenreizungen. Das Futter sollte immer Zimmertemperatur haben.
Auch wenn die ausschließliche Fütterung von selbst gekochtem und selbst zubereitetem Futter gut gemeint ist, ist es häufig eine unzureichende Ernährung für Ihren Liebling. Einige Vitamine sind hitzeempfindlich und werden durch langes Kochen zerstört (z.B. Vitamin A, Vitamin B1). Der Mensch kann oft eine vollkommen ausgewogene Zusammensetzung nicht gewährleisten.


Fleisch enthält einen zu geringen Calcium-Anteil, so dass bei einer reinen Fleischernährung Calciummangel eintritt, weshalb eine reine Fleischernährung für die Katze ungesund ist. Zu beachten ist, da ja ein Beutetier auch nicht nur aus Fleisch besteht, sondern auch aus Innereien, Magen-/Darminhalt, Knochen etc., so dass alle Komponenten berücksichtigt werden. 


Zu einer Vitamin-A-Vergiftung führt es, wenn Katzen eine übermäßige Leberfütterung bekommen. Diese Vergiftung äußert sich in Gelenkstarre und Lahmen infolge von Knochenwucherungen.